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Onkel Wanja
Akademietheater München, 2009

von Anton Tschechow

Regie: Antje Schupp
Bühnen- und Kostümbild: Lisa Horvath
Dramaturgie: Katharina Denk, Juliane Rahn
Besetzung: Christian Arndt Sanchez,
Gisa Flake,
Andreas Haun,
Bettina Lieder,
Dimitrij Schaad,
Helge Schupp

Über die Bühne: (scroll down for english version)
Der Bühnenraum als solches tritt in den Hintergrund, das Bühnenbild ist eine Installation im Raum, ein eigener Raum ohne direkten Bezug zum Theaterraum. So wird der Eindruck verstärkt, dass es sich um einen Mikrokosmos handelt, welcher unabhängig von der Außenwelt existiert, mit anderen Gesetzen und Regeln. Es handelt sich also nicht um einen Raum sondern vielmehr um einen Ort. Er ist eine bewusst artifizielle Schöpfung genauso wie die Figuren. Was diesen Ort ausmacht muss also nicht in der Sprache der Realität kommuniziert werden, seine Erscheinung soll durch die Essenz seiner Geschichte bestimmt werden.
(...) Das Leben auf dem Landgut, in dieser Art Mikrokosmos, schränkt die Personen einerseits ein, sie arbeiten sich damit ab, schimpfen darüber, sie verstricken sich darin, gleichzeitig aber ist es das was ihnen Halt gibt, man merkt, dass sie auch aufhören können zu arbeiten und sich fallen oder treiben lassen.
Deshalb ist das Grundelement meiner Bühne ein Netz, denn jenes behindert sie zwar, fängt sie aber auch auf. Es gibt sowohl ein über dem Netz als auch ein darunter. Es gibt dem Ort ein Eigenleben, sichtbare und unsichtbare Plätze, erzeugt eine Unüberschaubarkeit und Unvorhersehbarkeit. Der Beobachter hat den Eindruck ein Geschehen zu beobachten welches er nur zum Teil durchblicken oder verstehen kann und damit auch das Gefühl er beobachte Personen die sich schon sehr lange an diesem Ort
aufhalten denn sie sind bereits Teil des Systems.


Presse:
"Unter der Oberfläche.“ (Florian Welle), Süddeutsche Zeitung vom 16.3.09
„...Die Bühne, ein leicht schräg gestellter Kasten, ist bis auf die Ränder auf einige Verstrebungen in der Mitte aufgesägt. ... Den Schauspielern stehen damit zwei Ebenen zur Verfügung. Da hocken sie nun wie Maulwürfe in ihren Löchern, so als wären sie von der russischen Erde mal eben verschluckt worden. Das ist komisch anzusehen, spiegelt aber auch die Malaisene wider, mit der die Figuren geschlagen sind. ...“

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English:
About the stage
The stage design is an installation in space, an area without direct connection to its surroundings. This enforces the impression of  being a microcosmos which exists independently of the outside world with other laws and rules. The stage is an intentional artificial creation, as well as the characters who live in it.
What forms this place isn't communicated in the language of reality, it's appearance is defined through the essence of it's story.

The life on the manor on the one hand constrains the residents, they complain about it, they fight with it, they entrap in it, but on the other hand it is what gives hold to them. In there, they can as well stop working and relax or drift away for a while.
Thus, the main element of the stage is a net. It interferes with the residents - but also catches the ones who fall. There is an "above" and a "beneath". The space has a life of its own, visible and invisible places, giving the opportunity to appear and disappear in each second.
Watching the play you get a feeling as if you can only understand to a certain extend the things that happen here. You're watching people who live in that place for quite a long time, so they've already become part of the system.