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Jo im roten Kleid
Premiere: 22. April 2017, Kristallwerk Graz
eine Produktion von Mezzanin Theater

frei nach Jens Thiele
Regie: Natascha Grasser
Regieassistenz: Carmen Schabler
Schauspiel/Tanz: Felix Krauss, Kyler Breed
Ausstattung: Lisa Horvath
Ausstattungsassistenz: Aeneas Bernhardt
Choreographie: Gregor Krammer
Video-, Sound- und Lichtdesign: Nina Ortner

Nominiert für den STELLA17 - Darstellender Kunst Preis fur junges Publikum
in der Kategorie "Herausragende Produktion für Kinder!
Fotos: Clemens Nestroy
Bist du das auf dem Bild“, fragt der Junge.
„Ja, das bin ich als Kind. Wenn du willst, kann ich dir etwas aus meiner Kindheit erzählen!“
„Langweilig“.
“O.k. dann erzähl ich dir, was ich tun würde wenn ich heute ein Junge wäre.“

Also erzählt ihm der Mann, wie er sich heimlich ein Kleid anziehen und im Spiegel bewundern würde, wie er sich einen Film ausdenken würde, in dem er die Hauptrolle spielt: einen Jungen namens Jo, der auch ein rotes Kleid trägt und deshalb verfolgt, gehetzt und gehänselt, aber auch geliebt wird.
Das Kleid. Weit und üppig kann man sich darin verlieren, darin verstecken, es kann jedoch auch einengen, die Freiheit einschränken und einen beinahe erwürgen. Kein Kleidungsstück ist so behaftet mit Zuschreibungen zu Geschlecht und Identität.
Zwei Schauspieler, ein Kleid und viele Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit. Was passiert eigentlich wenn man sich den gängigen Geschlechterrollen nicht anpasst. Wovor hab ich eigentlich Angst? Und warum?
Eine Stück das Mut machen soll, sich nicht von gesellschaftlichen Konventionen einschnüren zu lassen und sein Leben selbstbestimmt zu leben.
Presse:
"Als berührenden Mix aus Erinnerungsmonolog und Tanzstück bringt Natascha Grasser das Bilderbuch von Jens Thiele auf die Bühne. Schaupieler Felix Krauss und Tänzer Kyler Breed leuchten die Gefühlswelt von Jo – als Kind wie auch als Erwachsener – in grandiosem Zusammenspiel aus. Auf beeindruckend einfache Weise legt das Stück dar, wie die sogenannte Normalität der freien Entwicklung von Gefühlen und Leidenschaften im Wege stehen kann. Denn ein Bub im Kleid ist eben nie nur ein Bub im Kleid, oder?" (Christoph Hartner, Kronen Zeitung, 27.04.2017)

"... Sorgen Ausstatterin Lisa Horvath sowie Video- und Tondesignerin Nina Ortner mit kunstvollen Bilderprojektionen auf regenbogenfarbenen Kleidern im Kasten für zauberhaftes Ambiente, begeistert Kyler Breed in Gregor Krammers Choreographien von Computerspiel-Duellen bis zu eleganten Fußball-Trainingsposen. Anmutiger Tanz mit körperlichen Spitzenleistungen. Als väterlicher Erzähler vom Buben, der über das Kleid seiner Mutter sich selbst entdeckt, erntet Felix Krauss beste Sympathienoten in der von Natascha Grasser wunderbar feinfühlig inszenierten, sehenswerten Produktion." (Eli Spitz, Kleine Zeitung, 24.04.2017)